Zeitzeugengespräch mit Herrn Abba Naor am Montag, den 29. Januar 2018

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Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) am 27. Januar, der im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und an den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt worden ist, lädt die Fachschaft Geschichte / Sozialkunde des Oskar-von-Miller-Gymnasiums einen jüdischen Holocaust-Überlebenden als Zeitzeugen zum Gespräch mit den Schülern aller vier Klassen der Jahrgangsstufe 9 ein (Montag, 29. Januar 2018, 3./4. Stunde im Raum 220). Es ist Herr Abba Naor, gebürtig aus Kaunas in Litauen. Als Dreizehnjähriger wurde Abba Naor in das Ghetto in Kaunas deportiert, es folgten Umsiedlungen in das Konzentrationslager Stutthof und die Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Nach seiner Befreiung zog Naor nach Israel. Seit 2001 ist er Vertreter der ehemaligen Landsberg- Häftlinge im Vorstand des Internationalen Dachau-Komitees.

Ins litauische Kaunas fuhr am 20. November 1941 der erste Zug zur Massendeportation von Juden aus München durch die Nazis mit der Deutschen Reichsbahn los. Zeitgleich kamen Judentransporte aus Frankfurt und Berlin an. Kurz nach der Ankunft, am 24./25. November 1941, wurden sie hier alle ermordet. Dies war der Anfang zum Massenmord an deutschen Juden und Juden aus anderen europäischen Ländern im "Osten".