Will 2.jpg

Am Oskar-von-Miller-Gymnasium wird Englisch ab der 6. Jahrgangsstufe als 2. Fremdsprache unterrichtet. Für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe gibt es einen „Brückenkurs“ als freiwilligen Wahlunterricht (1 Stunde pro Woche).

 
P1170163.JPG

Fachprofil Moderne Fremdsprachen (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung)

Fachprofil Englisch (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung)

Lehrplan (Englisch 2. Fremdsprache; Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung)

 

 

 

Schüleraustausch

mit St. Colman’s Community College Midleton, Co. Cork, Irland

Im laufenden Jahr in der 10. und 11. Jahrgangsstufe.

Der Austausch mit Irland ist zukunftsweisend

Der irische Bildungsminister Richard Bruton besucht das Oskar-von-Miller-Gymnasium

  Bildungsminister Richard Bruton mit den Teilnehmern des Irlandaustauschs 2017/2018 und den Begleitlehrkräften Kristina Elsner und Dr. Susanne Mortensen

Bildungsminister Richard Bruton mit den Teilnehmern des Irlandaustauschs 2017/2018 und den Begleitlehrkräften Kristina Elsner und Dr. Susanne Mortensen


Eine kleine Schülergruppe hat sich im Heimeranzimmer um den langen Tisch versammelt. Eine Handykamera schweift über die Zehnt- und Elfklässler hinweg, die fröhlich ein Geburtstagslied trompeten: „Happy birthday, dear Oisín,…“ Sie sind gerade vom Irlandaustausch zurückgekehrt und gratulieren einem der Austauschpartner an seinem großen Tag. Doch dann müssen die Handys verschwinden, weil es die Regeln vorschreiben und außerdem weil hoher Besuch erwartet wird. Der irische Bildungsminister Richard Bruton kommt mit einer Delegation an das Oskar-von-Miller-Gymnasium und will sich mit den Schülern über ihre Erfahrungen austauschen. 

Ins Leben gerufen haben das Schüleraustauschprogramm der Fachbetreuer des Fachs Englisch Bernhard Schindlbeck und die Deutschlehrerin des St Colman’s Community College in Midleton Ciara Kennedy. Begleitet werden die deutschen Schüler seit drei Jahren von Kristina Elsner und im laufenden Jahr dazu auch von Susanne Mortensen, die beide am Oskar-von-Miller-Gymnasium Englisch unterrichten. Der Austausch ist für die Schüler auf beiden Seiten sehr gewinnbringend in vielerlei Hinsicht. Sie verbessern natürlich ihre Sprachkenntnisse und lernen die andere Kultur hautnah kennen, so die Fachschaft Englisch. 

Über die Leinwand des Bibliothekszimmers flimmern Fotoimpressionen der letzten Jahre. Die Deutschen und die Iren schauen sich zusammen Bayern an. München und Regensburg sind zum Beispiel zu sehen und die Sehenswürdigkeiten sorgen für interessiert-freudige Gesichter. Lachende, entspannte Schüler grinsen auch in Irland in die Kamera. Manchmal sind sie aber auch verschwitzt, tropfnass oder komplett schlammbedeckt. Auch der Eindruck von der irischen Gesamtschule kommt nicht zu kurz. St Colman’s ist den deutschen gegenüber aufgeschlossen und neugierig. Die Lehrer sind irisch-herzlich und ermöglichen es den Schülern, Fächer wie Werken oder Gälisch kennenzulernen. 

Im Gespräch mit dem Minister berichten die Oskarianer von ihren Erfahrungen mit den irischen Sportarten, dem irischen-multikulturellen Essen, dem irischen Humor und dem irischen Schulalltag. Viele wollen ihre Austauschpartner gerne wieder besuchen oder können sich auch gut vorstellen, einmal eine Zeit lang in Irland zu leben. 

Das Konzept eines Austauschs ist in Irland vielerorts noch unbekannt, so die irische Deutschlehrerin Mrs Kennedy. Es gilt daher, den irischen Schülern und Familien das Konzept zu erklären und ihnen die Vorzüge vom Leben in einer Gastfamilie im fremden Land für eine Woche zu vermitteln. Der Austausch mit Deutschland trifft unter den Iren, die Deutsch lernen, auf sehr großes Interesse und die Zahl der Anfragen von irischer Seite steigt, wovon das Oskar-von-Miller-Gymnasium wiederum profitiert. Einen englischsprachigen Austausch zu haben und nicht nur zum Beispiel Sprachaufenthalte buchen zu können, ist schon etwas ganz Besonderes für das Oskar. 

Hier sieht Richard Bruton die Zukunft der irischen Fremdsprachenausbildung an irischen Schulen. Längere und kürzere Aufenthalte sollen elementarer Bestandteil des Sprachenlernens sein. Als Beispiel führt der Minister an, dass schon viele Iren für eine Zeit nach Spanien gehen, um dort Englisch zu unterrichten, dabei ihr Spanisch verbessern und dann in Irland Spanisch unterrichten können. Solche und ähnliche Programme sollen laut dem Bildungsministerium ausgeweitet werden. Ein Austausch legt dafür selbstverständlich einen soliden Grundstein in jungen Jahren. 

Durch das Austauschprogramm lernen alle Teilnehmer Schlüsselkompetenzen wie Offenheit für das Fremde, Flexibilität in vielen Situationen und Selbstvertrauen beim Anwenden der Fremdsprache, wie die Schüler im Gespräch mit Richard Bruton und seiner Delegation es eindrucksvoll zur Schau stellen.