Die Geographie vertritt das Reisen
und erweitert den Gesichtskreis nicht wenig. 
Sie macht uns zu Weltbürgern
und verbindet uns mit den entferntesten Nationen.
Ohne sie sind wir nur auf die Stadt, 
die Provinz, das Reich eingeschränkt,
in dem wir leben.
Ohne sie bleibt man,
was man auch gelernt haben mag, 
beschränkt, begrenzt, beengt.
Nichts bildet und kultiviert den
gesunden Verstand mehr als Geographie.“

                                                                         Immanuel Kant (1724 - 1804): 
 
pflanzenzonen2_18620001.jpg

Zum heutigen Selbstverständnis des Faches liest man im aktuellen Lehrplan für Bayerische Gymnasien:

 „Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schüler mit räumlichen Strukturen und Prozessen auf der Erde. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen.
An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen zeigt das Fach Geographie sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raumprägenden Einflüsse des Menschen. Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden.
Mit den Inhalten der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und der Regionalen Geographie werden auch Kenntnisse aus anderen Geowissenschaften, wie zum Beispiel der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie oder der Stadtplanung vermittelt.“

Die Lehrpläne für die einzelnen Jahrgangsstufen finden Sie hier.

Geographie bilingual am Oskar-von-Miller-Gymnasium

Seit dem Schuljahr2011/12 ist es am Oskar-von-Miller-Gymnasium möglich, den Geographie-Unterricht in französischer Sprache, also den Unterricht in «Géographie bilingue», zu besuchen. Dieser ist Teil des AbiBac-Zweiges unserer Schule – der kombinierten deutschen und französischen Hochschulreife (als bedeutendes Projekt zur Völkerverständigungund der deutsch-französischen Freundschaft) – und findet für die AbiBac-Schüler in den Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 mit jeweils zwei Wochenstunden statt.

Unterrichtssprache ist dabei – soweit möglich – Französisch, wobei in Klasse 10 flexibel auch auf die deutsche Sprache zurückgegriffen werden kann, denn im Fokus steht natürlich, wie in den deutschsprachigen Geographie-Klassen, das Verständnis für geographische Inhalte und Zusammenhänge.

Zu Grunde liegt auch für den bilingualen Unterricht der offizielle bayrische Lehrplan für Geographie (s. tabellarische Kurzübersicht). Neben methodischen Variationen wie der Partner- und Gruppenarbeit (z. B. bei der Erstellung von Wirkungsgefügen) veranschaulichen und erleichtern Videoclips oft erheblich das Verständnis für geographische Themen – z.B. Fernsehnachrichten zum «barrage des Trois-Gorges» (Kl. 10), Reportagen zum «changement climatique»; Q11) oder zur «situation économique et démographique en Afrique » (Q12). Außerdem präsentieren die Schüler auch Referate in französischer Sprache.