Wertebildung.

Auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Wertebildung.

Ein Blick auf die Grundlagen.

Definition von Werten

Im vielfältigen Diskurs über Wertewandel und -vielfalt spielt die Frage nach der Definition von Werten eine zentrale Rolle. Laut Schubarth (2019) sind Werte „Dinge, Ideen oder Vorstellungen, die Menschen oder Gruppen von Menschen für bedeutend und erstrebenswert halten.“ Diese subjektiven Leitlinien beeinflussen unser Handeln und sind somit essenziell für die individuelle Lebensführung und das Funktionieren der Gesellschaft.

Werte im Laufe der Zeit – Ändern sich Werte?

Die Geschichte der Philosophie zeigt, dass Werte einem ständigen Wandel unterliegen. In unserer modernen Welt wird oft fälschlicherweise von Werteverfall gesprochen. Tatsächlich erleben Werte eine Neuinterpretation und Vielfalt in unserer pluralen Gesellschaft. Die Schule am Oskar-von-Miller-Gymnasium sieht sich vor der Aufgabe, nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch auf die Frage einzugehen, was Werte sind und wie sie im heutigen Kontext verstanden werden können.

Werte, Tugenden, Normen – Was ist was?

Die Unterscheidung zwischen Werten, Tugenden und Normen ist entscheidend für ein fundiertes Verständnis. Tugenden sind dabei auf Werte bezogene Handlungsmuster, während Normen konkrete Regeln sind, die aus Werten abgeleitet werden. Eine klare Definition dieser Begriffe ist notwendig, um die Wertebildung an der Schule effektiv zu gestalten.

Das Potenzial von Werten im Schulalltag.

Werte bieten Chancen!

Die Schule als zentrale Sozialisationsinstanz hat die Möglichkeit, die Persönlichkeitsentwicklung positiv zu beeinflussen. In einer pluralen Gesellschaft können Werte als Ersatz für gesellschaftliche Konventionen dienen und eine Wertegemeinschaft fördern. Der „Minimalwertekonsens“ in einer demokratischen Gesellschaft ist entscheidend, um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten. Die Wertebildung ist nicht nur theoretisch im Unterricht, sondern auch durch werteorientiertes Verhalten aller Beteiligten in der Schulgemeinschaft möglich.

Lehrplan und Praxis.

Werteerziehung im LehrplanPLUS

Der LehrplanPLUS legt einen klaren Schwerpunkt auf die Werteerziehung in verschiedenen Fächern und Schularten. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, in einer offenen Gesellschaft eigene, reflektierte Werthaltungen zu entwickeln. Die Achtung vor dem Leben und der Würde des Menschen stehen dabei im Mittelpunkt. Werteerziehung ist unverzichtbar, um mündige, verantwortungsfreudige und tolerante Bürgerinnen und Bürger zu formen.

Wertebasierte Schulentwicklung am Oskar-von-Miller-Gymnasium.

Wie beim Bau hoher Türme bedarf es einer gründlichen Auseinandersetzung mit dem Fundament, so auch bei der Wertebildung. Schulentwicklung im Sinne der Obersten Bildungsziele ist nur möglich, wenn Wertebildung als Basis für positive Veränderungen verstanden wird. Hierbei ist entscheidend, dass Veränderungen dazu dienen, die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Klärung der Werte auf Schulebene und die Koordination von Maßnahmen sind essenziell, um eine umfassende und nachhaltige Wertebildung zu gewährleisten.

Praxisbeispiel aus der Schulgemeinschaft.

Initiative „Werte machen Schule“

Die Initiative „Werte machen Schule“ zeigt, wie Schülerinnen und Schüler aktiv zur Wertebildung beitragen können. Die Ausbildung von Wertebotschafterinnen und Wertebotschaftern in Unterfranken verdeutlicht die Bedeutung von Projekten und Aktionen, die auf Respekt, Solidarität und Toleranz basieren. Die Auszeichnung der engagierten Jugendlichen durch Kultusstaatssekretärin Anna Stolz unterstreicht die Wertschätzung für ihre innovativen Ansätze bei der schulischen Wertearbeit.

Wertebildung als Grundprinzip bayerischer Schulen.

Wertebildung an bayerischen Schulen

Wertebildung ist ein grundlegendes Bildungsziel an allen bayerischen Schularten. Die Initiative „Werte machen Schule“ mobilisiert Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, um die Wertebildung durch Projekte und engagierte Arbeit zu stärken. Das übergeordnete Ziel ist, junge Menschen zu aktiver Teilnahme an einer Gesellschaft zu befähigen, die von Respekt und Zivilcourage geprägt ist. Die Wertemultiplikatorinnen und -multiplikatoren spielen dabei eine entscheidende Rolle, indem sie Schulen bei ihren wertebildenden Aktivitäten unterstützen.

Nach oben scrollen