Erasmus+: Deutsch-slowakisches Schülerprojekt in der 11. Klasse

Vom 15. bis zum 19. Juni 2026 fand an unserer Schule zum ersten Mal ein deutsch-slowakisches Schülerprojekt statt. 39 deutsche und slowakische Jugendliche beschäftigten sich eine Woche lang mit Fragen der Energie- und Wasserversorgung in ihren Heimatregionen. Finanziert wurde das Projekt durch Erasmus+.

In der vergangenen Woche waren 18 Jugendliche vom Gymnázium Pavla Horova mit ihren Lehrerinnen, Frau Sušková und Frau Ivanová aus der ostslowakischen Stadt Michalhovce nach München gereist, um gemeinsam mit 21 Elftklässlerinnen und Elftklässlern unserer Schule ein von Herrn Simeon Bauer und der Studienreferendarin Frau Clara Fischer entwickeltes Geografie-Projekt zum Thema „Energie- und Wasserversorgung in Bayern und in der Slowakei“ durchzuführen.

In kleinen Gruppen erarbeiten die deutschen und slowakischen Jugendlichen Präsentationen zu verschiedenen Formen der nachhaltigen Energiegewinnung (u.a. Geothermie, Wasserkraft, Windkraft) und zur Wasserversorgung. Sie tauschten sich darüber aus, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in bzw. zwischen ihren Heimatregionen gibt, ebenso wie über die Herausforderungen, die heute bei der Energie- und Wasserversorgung bestehen. Dass nachhaltige Energieversorgung im Münchner Raum möglich ist, zeigte eine Exkursion nach Riem. Dort besuchte die Gruppe ein Geothermie-Heizwerk der Stadtwerke, das als Pionierprojekt vor 20 Jahren in Betrieb gegangen ist. Aus knapp 3000 Metern Tiefe wird über 90 °C heißes Thermalwasser in das Kraftwerk befördert und dort in Fernwärme für die ca. 16 000 Bewohner des Viertels und die Messestadt umgewandelt. Das abgekühlte Wasser wird anschließend in die tieferen Erdschichten zurückgeleitet.

Die Begegnung und Zusammenarbeit zwischen Slowaken und Deutschen war von Beginn an sehr gut, ergiebig und herzlich. Die Jugendlichen arbeiteten sehr gut zusammen, sie tauschten sich aus und lernten voneinander. Wir möchten im kommenden Schuljahr unsere Zusammenarbeit fortführen und die Möglichkeiten, die Erasmus+, das Austausch- und Bildungsprogramm der Europäischen Union bietet, verstärkt nutzen. Zu Beginn des Jahres 2026 wurde unser Gymnasium in das Erasmus+-Konsortium der Landeshauptstadt München aufgenommen. Über Erasmus+ unterstützt die EU mit mehreren Milliarden Euro im Jahr den Austausch und Partnerschaften zwischen Lehrenden und Lernenden in Europa. Wie bereichernd dieser Austausch unter Europäern sein kann, haben wir letzte Woche erleben dürfen.

Iris Hausberger

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